»Lichter und Tiefen«

Jörg Kersten | Portraitfotografie

2. Juli 2017 - 27. September 2017

Jörg Kersten, Dozent für digitale Mediengestaltung aus Münster, fotografiert seit seinem 16. Lebensjahr. Lange Zeit analog, dabei verbrachte er viele Stunden in der Dunkelkammer, vor Büchern über die Fotografie und in Ausstellungen. Er betrachtete die Meister, suchte Inspiration und musste, ob der Qualität der Arbeiten, oft an den eigenen Leistungen zweifeln und letztlich scheitern. Die Ansprüche an die Kunst der Fotografie waren am Ende des Tages doch immer höher als die Wertschätzung der eigenen Arbeit. Irgendwann legte er die Kamera zur Seite und widmete sich anderen kreativen Themen. Doch wie ein Magnet zog ihn die Fotografie immer wieder an, ließ ihn der Reiz des bildnerischen Schaffens nie wirklich los. An einem unbestimmten Punkt veränderte sich etwas. Vielleicht war es die Wahrnehmung, der Blick, die Sicht auf die Dinge. Was zuvor unmöglich erschien, nämlich ein Werk zu schaffen, welches dem eigenen Anspruch Stand halten konnte, rückte in greifbare Nähe. Was genau war eigentlich geschehen? Waren zuvor technische Faktoren der Fotografie und gestalterische Entscheidung der Ausschnitte und der Komposition wichtige Aspekte, rückten diese immer weiter zurück und machten etwas anderem Platz, einer Sichtweise die das Licht selbst im Fokus hat, dem, was das Licht ausmacht und vor allen Dingen dem, was mit den Objekten geschieht, die dem Licht in seinen vielen Formen ausgesetzt sind.

Lichter & Tiefen heißt die Foto-Ausstellung in billerbecks BAHNHOF, die am 2. Juli 2017 eröffnet wird. Die Begriffe Lichter und Tiefen in der digitalen Fotografie bezeichnen dabei die gestalterischen Mittel in den Aufnahmen von Jörg Kersten. Bilder, die sehr persönlich sind, weil sie den individuellen Blick des Künstlers einfangen und – sollte die vorhandene Realität einmal nicht ausreichen – diese auch zum Teil sehr stark bearbeitet sein können, um die spezielle Sichtweise eines Fotografen für die Augen anderer Betrachter sichtbar zu machen. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei in der Portraitfotografie. Im Gegensatz zu anderen Lichtbildnern geht hier der Künstler nicht mit fertigen Ideen und klaren Ansagen ans Werk. Vielmehr kommt Jörg Kersten ans Set um die Szene, die sich ihm bietet, zu betrachten, zu analysieren, zu umwandern um dann das Bild zu finden, nach dem er die ganze Zeit gesucht hat. Im Moment der Aufnahme entsteht dabei der erste Teil des Bildes, welches in der digitalen Bearbeitung seine finale Form findet. Dabei werden Tiefen und Lichter nicht nach vorgefasstem Plan, sondern nach der eigenen emotionalen Empfindung verschoben und gestalten die Bilder dadurch auf eigentümliche, manchmal auch eigensinnige Weise.

Musikalisch wird die Vernissage gestaltet vom Trio "gernefreitags" mit Tabea Laus (Gesang), Norbert Elfert (Piano) und Joko Keuschnig (Schlagzeug). Das Repertoire besteht aus Blues, Folk und Pop-Musik.

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 2. Juli 2017 um 11:30 Uhr

 

 

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